Jagd ohne Hund ist Schund“ – dieser uralte Spruch besitzt nach wie vor seine Gültigkeit.


Dieser Satz zeigt den Grundgedanken der waid- und tierschutzgerechten Jagd in unserem Jagdverein. Er gilt in allen Jahreszeiten und für die Jagd und Hege aller unserer Wildarten.

Bei den herbstlichen Stöberjagden auf Reh, Hirsch und Schwarzwild, bei der Baujagd und dem Bringen von Federwild, Hase und Kaninchen.

Mindestens ebenso wichtig ist die Hilfe unserer Jagdhunde beim Finden von Wild, das durch Verkehrsunfall oder schlechten Schuss verletzt wurde.

Daneben brauchen wir unsere Vorstehhunde bei der Suche nach Gelegen und Jungtiere, damit sie von den großen Landmaschinen nicht ausgemäht werden.

Der Einsatz von Jagdhunden basiert in Deutschland auf strengen gesetzlichen Regelungen. Diese Regeln wurden aus Tierschutzgründen entwickelt, damit sichergestellt ist, dass Leid und Schmerz der Wildtiere minimiert werden. Wir müssen sicher sein, dass der Hund absolut zuverlässig arbeitet, feige oder faule Hunde dürfen im Jagdbetrieb nicht zum Einsatz kommen.

Der verantwortungsvoll gezüchtete und durch entsprechende Ausbildung brauchbare Jagdhund gehört zur waidgerechten Jagd.

Seit über 100 Jahren werden in Europa fünf Gruppen mit Jagdhunderassen gezüchtet. Sie unterscheiden sich nach ihrem Einsatzzweck und werden durch zielgerechte Zuchtauslese nach Leistung und Erscheinungsbild (Phänotyp) züchterisch weiterentwickelt.

Diese Gruppen sind


  • Vorstehhunde
  • jagende Hunde
  • Stöberhunde
  • Schweißhunde
  • Apportierhunde
  • Erdhunde


Jeder Gruppe gehören unterschiedliche Rassen an. Jede Rasse muss in ihrem Einsatzgebiet bei allen anfallenden Arbeiten bei entsprechender Ausbildung eine tierschutzgerechte Jagdausübung gewährleisten. Dieser Anspruch hat bei uns Jägern - gleichwohl auch in der Gesellschaft - einen sehr hohen Stellenwert! Nur dadurch lassen sich Auslesezucht, Ausbildung und Jagdhundeprüfungen begründen.

Für die aktuell sehr häufig durchgeführten Treib- , Drück- und Bewegungsjagden im Wald werden bevorzugt die dafür geeigneten „Jagenden Hunde“ eingesetzt. Dazu gehören z.B. die sog. Laufhunde, die verschiedene Brackenrassen umfassen, die Stöberhunde, z. B. Deutscher Wachtelhund, Spaniel und durchaus auch Erdhunde mit verschieden Terrierrassen und Teckel.

Gleichwohl können in bestimmten Situationen bei den Waldjagden auch unsere Vorstehhunde als ausgebildete Vollgebrauchshunde eingesetzt werden, wenngleich deren klassische Aufgaben (Suche, Vorstehen und Bringen von Niederwild, Wasserjagd und Arbeiten nach dem Schuss, wie z. B. auch Nachsuchen auf Schalenwild) andere sind.

Unsere ältesten Jagdhunderassen, die klassischen Schweißhunde sind - gut ausgebildet und geführt - absolute Spezialisten auf der Krankfährte von Schalenwild. Der Hannoversche Schweißhund (HS) wird ausschließlich auf Hochwild und der Bayrische Gebirgsschweißhund (BGS) bei der Nachsuche auf alles Schalenwild eingesetzt. Jüngst hat sich diesem Schweißhundelager eine noch recht junge Rasse, der Schwarzwälder Schweißhund (HS x Bloodhound) hinzugesellt.


Zu den Apportierhunden werden alle Retriever gezählt.

Unsere Erdhunde mit den verschiedenen Terrierrassen und den Teckeln stellen neben ihren Kernaufgaben bei der Jagd auf Raubwild auch sehr zuverlässige Vertreter für Arbeiten nach dem Schuss oder als Stöberhunde.


Generell kann gesagt werden, dass ein Jagdhund nur dann „brauchbar“ für die tierschutzgerechte und waidgerechte Durchführung der Jagd ist, wenn er über folgende Grundeigenschaften verfügt:

  • wesensfest
  • schussfest
  • Nase (sehr gut ausgeprägter Geruchssinn)
  • wildscharf
  • Lautjäger
  • Wasserfreude

und dies bei entsprechenden anerkannten offiziellen Prüfungen auch hinreichend gezeigt hat.


Selbst bestens veranlagte Jagdgebrauchshunde aus Leistungszuchten wachsen nicht automatisch zu brauchbaren Jagdhunden heran. Erst durch Ausbildung und Einarbeitung werden aus gut veranlagten Hunden gute Jagdhunde, die tatsächlich im praktischen Jagdbetrieb brauchbar sind.


Zur Feststellung und Förderung der Anlagen des Hundes, zur Anleitung für kompetentes Führen eines Jagdhundes ist unser Jagdverein mit seinen Jagdhundeausbildern eine gute Adresse. Hierfür werden Ausbildungskurse angeboten.


Einzelheiten hierzu entnehmen Sie bitte der Hauptseite

Ansprechpartner

Hundeobmann

Herr Ottmar Troß
Am Schlangenweg 5
63667 Nidda

Tel: +49 6043 8029949
Mobil: +49 175 5462879
Email: ottmartross(AT)gmail.com

Stellvertreter

Herr Helmut Odenwald
Waldstraße 1
36364 Bad Salzschlirf

Tel: +49 6648 2455
Mobil: +49 170 1622993
Email: helmut.odenwald(AT)zkw-otterbein.de


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