Quelle: Sonntag Anzeiger vom 10. Oktober 2026
Büdingen – Die finale Schießprüfung im Schießstand des Jagdvereins Hubertus Büdingen entschied letztendlich über Bestehen oder Nichtbestehen bei der anspruchsvollen Jägerprüfung in der Verantwortung des Jagdvereins. Am Ende konnten vom Ausbildungsverein Eric Zerulla, Philipp Reuter und Nils Bartel die begehrten Zeugnisse beim Hörnerklang der Büdinger Jagdhornbläser unter Leitung von Ellen Stüß aus der Hand des Prüfungsausschussvorsitzenden Jürgen Gröb entgegennehmen.
Damit endete für die frisch gebackenen Waidmänner eine anstrengende, halbjährige Ausbildung nach neuem Konzept und mit dem neuen Ausbildungsleiter Hans Hess. Für die Prüfung mussten sich die Jagdscheinanwärter umfassende Kenntnisse in den Sachgebieten aneignen. Wildbiologie, Wildhege, Jagdbetrieb, Wildschadensverhütung, Land- und Waldbau, Waffenrecht, Führung von Jagdhunden, Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der Wildbrethygiene, Jagdschutz, Tierschutz, Naturschutz und Landschaftspflege erwerben.
Revierpraxis und Jagdorganisation
In der praktischen Ausbildung steht der sichere Umgang mit der Jagdwaffe und der Kurzwaffe (Pistole und Revolver) an erster Stelle und wurde streng umgesetzt. Durch Reviergänge und Exkursionen wurden Kenntnisse der Revierpraxis und der Jagdorganisation vermittelt sowie das Wissen über Flora und Fauna vertief.
Nachdem Prüfungsausschussvorsitzender Jürgen Göb den Jungjägern ans Herz gelegt hatte, sorgsam und waidgerecht mit Natur und Kreatur umzugehen und sich zum deutschen Jagdwesen zu bekennen, war es am Hubertus-Vorsitzenden Matthias Nickel, den Jungjägern zu gratulieren aber auch ihren Ausbildern zu danken. Ein besonderer Dank galt dem Prüfungsausschuss mit dem Vorsitzenden Jürgen Göb, Peter Seibert, Karl-Heinz Reith, Horst Heinz, This Langmarck, Peter Schinzel, Uli Imhof, Klaus Müller und Felix Aheit. Nickel vergass auch nicht, Schießobmann Mirco Westerweller vom Jagdverein für seine fachliche versierte Begleitung.
Vor den abschließenden Jägermärschen nahmen der erste Vorsitzende Matthias Nickel und sein Stellvertreter Claus Schnelle die Gelegenheit wahr, Jürgen Göb und Karl-Heinz Reith für viele Jahrzehnte Prüfungsarbeit in der Jungjägerausbildung zu danken. Beiden überreichte Nickel als Anerkennung einen Präsentkorb. Danach endete die Zeugnisübergabe bei einem geselligen Ausklang. Der Vorsitzende des Jagdvereins Hubertus Büdingen weist darauf hin, dass alle, die Interesse an einem Jungjägerkurs haben, im neuen Prüfungsjahr dabei sein können. In einem sechsmonatigen Intensivkurs bereitet ein motiviertes Ausbildungsteam die Jungjägeranwärter strukturiert, praxisnah und intensiv mit verständlichem Ausbildungsmaterial sicher auf die Jägerprüfung vor.
Informationsabend am 23. Oktober
Am 23. Oktober kann man sich um 19 Uhr im Vereinsheim „Jägertal“ in Büdingen bei einem Informationsabend über die Anforderungen kundig machen. Hier stellt der Ausbildungsleiter Hans Hess das Ausbildungskonzept vor, wie zum Beispiel Ausbildungsdauer mit entsprechenden Unterrichtseinheiten, Ablauf, Kosten etc. An diesem Abend gibt es natürlich die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Nach dieser Veranstaltung kann man alles Revue passieren lassen und sich bei weiterem Interesse zum Jungjägerkurs anmelden. Bei Interesse an Kurs und Infoabend kann man sich schon jetzt unter info@jagdverein-hubertus-buedingen.de anmelden.

Vor der stimmungsvollen Kulisse der Jagdhornbläser des Jagdvereins Hubertus Büdingen nahmen die
Jungjäger des Jagdvereins (r. Eric Zerulla, 3.v.r. Philipp Reuter, 4.v.r. Nils Bartel) im Beisein von Prüfungs-
ausschuss, Ausbildern und Vorstandsspitze die begehrten Zeugnisse als Beleg der bestandenen
Jägerprüfung entgegen.

Von links: Jagdvereinsvorsitzender Matthias Nickel verabschiedete aus dem Prüfungsausschuss den
Vorsitzenden Jürgen Göb und Karl-Heinz Reith, die seit Jahrzehnten im Dienst der Jungjägerausbildung standen.
