Damhirsch, Qualvoller Tod im Weidezaun

Viele Meter Pferdelitze wurden diesem Dammhirsch im Revier Spielberg am Sandacker am 29.03.17 zum Verhängnis. Der Jagdpächter Mark Nagel wurde telefonisch von einer aufmerksamen Anwohnerin darüber informiert, dass sich ein Dammhirsch in einer aussichtslosen Lage befindet.

Mark Nagel berichtete:“Daraufhin bin ich mit meiner Kollegin dorthin gefahren, um nach dem Tier zu schauen. Leider kam jede Hilfe zu spät, das Tier ist qualvoll verendet. Beim näheren Begutachten der Situation konnte man feststellen, dass der Hirsch mehrere hundert Meter Elektrozaun hinter sich her zog. Er hatte sich selbst mit dem Weidezaun stranguliert.“

Das ist nun in 5 Jahren allein das elfte Tier in diesem Revier.

Zäune in der Landschaft sind an sich nichts Ungewöhnliches, doch dieser wurde offensichtlich über die Wintermonate nicht mehr genutzt. Anstatt die Zäune zurück zu bauen, bleiben Sie leider stehen. Dies führt immer wieder zu solchen dramatischen Situationen, ob Rehbock, Hirsch oder Wildschwein, es kann jedem Tier passieren.

Im Namen der Jägerschaft appellieren wir an die Bauern, Schäfer und unseren lieben Pferdefreunden sorgfältiger mit den Zäunen umzugehen.

Danke an Mark Nagel das wir dieses hier verwenden durften.

Kordelhirsch

Herr Georg Dierschke hatte den Hirsch im EJB Ziegenberg am 21.11.14 in der Dämmerung beschossen (Lungenschweiß am Blatt) und am nächsten Tag 14.00 Uhr nach aufregender Nachsuche an B275 gestreckt. Am Lauf war die Litze eingewachsen und um den Träger lag recht eng eine weitere Litze. Der Hirsch war 4-5 Jahre, hatte 95 kg und war nur in der einen Keule des lahmen Beins etwas schmaler. Den Winter hätte er nicht überlebt. Herr Dierschke schätzt, dass die Litzen den Hirsch schon 4 Wochen lang gequält hatten.